Das Pferd sucht Dich in der PFERDEREVUE (10/2010)
- Der sich selbst treu bleibt -
Kaum ein Pferdemensch hat je so polarisiert wie Klaus Ferdinand Hempfling: Die einen verfielen ihm und seinen Worten mit Leib und Seele, andere lehnten ihn völlig ab. Dazwischen gab es wenig. Jahrelang war es still um ihn, jetzt meldet sich Hempfling mit einem Opus magnum zurück. Wir skizzieren seinen Weg dorthin.
Im Jahre 1993 erschien ein Werk auf dem Markt, das mit einem großen Knall die althergebrachte Pferdeszene – und zwar nachhaltig – in Aufruhr versetzte: „Mit Pferden tanzen“ war der Titel des Buches, das einen bis dato völlig unbekannten Mann in das Rampenlicht der Reiterei rückte – Klaus Ferdinand Hempfling. „Versammeltes Reiten am losen Zügel – Vertraute Harmonie von Anfang an“ – so lautete der vielversprechende Untertitel des Bestsellers. Hempfling, gelernter Diplomingenieur für Kommunikations- und Medientechnik, war Ende 20, als er sein Buch vorstellte, ein Quereinsteiger, der zuvor kaum mit Pferden zu tun gehabt hatte. Die schnell aufkommende Kritik, dass ein Reiter erst jahrelange Erfahrung brauche, um Pferde verstehen und eine eigene „Reitlehre“ verfassen zu können, war für Hempfling hingegen der eigentliche Schlüssel zum Erfolg: „Ich bin zu den Pferden gekommen wie die Jungfrau zum Kind“. Sein Buch „möchte Erkenntnisse vermitteln – und nicht graue Theorie“, und dafür müsste in Wahrheit nichts vorausgesetzt werden…
zum Weiterlesen: pdf-Datei des kompletten Artikels in der Pferderevue öffnen
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Auszug aus der ersten Buchrezension aus den Niederlanden
(Islandpferdeverein Zeitschrift, NL – Juni 2010)
Das neue Buch von Klaus Ferdinand Hempfling ist jetzt erhältlich unter dem Titel: Nicht Du suchst das Pferd, das Pferd sucht Dich!
… Genau dieser Titel ist der beste, den man sich für dieses Buch vorstellen kann, weil er die Essenz von Hempfling’s Arbeit und dessen, was er mit den Pferden erreicht, inWorte fasst…
…Was macht Hempfling mit den Pferden?Wenn man ihn bei der Arbeit erlebt, sieht es aus wie ein Zauber…Er gewinnt das volle Vertrauen des Pferdes im wahrsten Sinne des Wortes im Handumdrehen. Er macht einen solchen Eindruck auf das Tier, dass es seine Nähe und Führung über alles andere stellt. Das Buch mit dem langen Titel erklärt in Worten und Bildern wie er das genau macht. Und es liefert den Ansatz dazu, selbst so zu werden.
Für das richtige Verständnis von Hempfling ist es von grundlegender Bedeutung, vor allem zu wissen und sich zu erinnern, dass er nie einem festgelegten Plan folgt, wenn er einem
Pferd begegnet oder es trainiert. Er läßt es immer auf das Pferd ankommen, mehr
als andere Pferdetrainer, das ist mein Eindruck. Deshalb bietet dieses Buch auch keinen einfachen Schritt-für-Schritt Plan zum Nachmachen. So etwas kann nie existieren, sagt
Hempfling. Pferde sind zwar Herdentiere aber sie sind auch unterschiedliche Individuen mit ganz eigenen Charakteren.
Mit diesem Grundsatz, fest im Hinterkopf verankert, bekommt der Leser dieses Buches eine Menge gründlicherWerkzeuge gereicht.
Hempfling zeigt in diesem reich illustrierten, wunderschön gestalteten Buch inWort und Bild, was Haltung, Gebaren, Atmung und das “Geerdet- Sein” beim Umgang mit Pferden
bewirkt. Auffallend an der Haltung dieses Pferdemannes ist die große Ähnlichkeit dessen, wofür wirklich erleuchtete Meister des fernöstlichen Kampfsportes stehen und wie sie sich
bewegen. Viel klarer als in seinen bisherigen Publikationen fasst Hempfling die Essenz der Körpersprache des Pferdes in Worte.
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Rezension von der Webseite:
http://www.westerntrainerin.com
… das Pferd sucht Dich. Klaus Ferdinand Hempflings neues Buch macht von außen mächtig Eindruck … nicht zuletzt wegen des abenteuerlichen Titels.
Ich stand Herrn Hempfling bisher seeeehr kritisch gegenüber und war gespannt auf dieses Buch. Die Aufmachung des Buchs ist wirklich schön und ungewöhnlich und macht um so neugieriger auf den Inhalt.
Man kann auf keinen Fall abstreiten, dass Herr Hempfling ein absoluter Horseman bis aufs Blut ist und eine ausgesprochene Gabe hat, mit diesen Tieren zu kommunizieren. In dem Buch beschreibt er mit viel Gefühl, auf welche Weise er Pferde trainiert und suggeriert, dass dies alles ja sooo einfach sei und dass jeder genauso arbeiten könne. Immer wieder beschreibt er in Wort und Bild, wie er Pferde ohne Ausbinder und Zäumung jeglicher Art in eine wunderbare Aufrichtung bringt – großartig … gar keine Frage! Allerdings handelt es sich auf den Fotos und in den Berichten ausnahmslos um Hengste, die sowieso dazu neigen, sich zu präsentieren und zu “posen” – ich würde gern einmal sehen, wie Herr Hempfling das mit einem phlegmatischen Norweger-Wallach hinbekommt.
Zwar beschreibt er sehr ausführlich seine Übungen und Ziele und wie er dorthin kommt, aber irgendwie ist das ganze Konstrukt mehr Selbst-Beweihräucherung als praxisnahe Ausbildungsanleitung.
Wirklich schön finde ich, wie er das Wesen und die Seele des Pferdes beschreibt und wie man auf den Fotos sieht, dass die Pferde wirklich sehr entspannt sind, wenn sie bei ihm sind … ihnen steht wirklich ins Gesicht geschrieben, dass sie dort sein wollen, wo Herr Hempfling ist und dass dort der schönste Platz ist, den sie sich vorstellen können.
Ganz gut wäre, dem Buch eine DVD beizulegen mit all den Videos, von denen im Buch ständig die Rede ist. Wenigstens befindet sich auf der letzten Seite der Hinweis, dass die Videos alle bei Youtube zu sehen sind.
Fazit: Schön anzuschauen, nett zu lesen, gibt Anlass zum Nachdenken aber eignet sich nicht wirklich als Handbuch zur Pferdeausbildung.


